Stand: September 2026
Forderungen und Zielbild
Ein kurzes Stück der Lindenstraße ist umgebaut. Für die ganze Strecke von der Lindenstraße bis zum Neumarkt ist die Lösung beschlossen, aber nicht in Sicht. Was heute gilt, was kommen soll und was wir fordern.
Heute
Zwischen Lützowstraße und Roonstraße (rund 150 Meter)
- Stadtauswärts gibt es einen rund 2,40 Meter breiten Radfahrstreifen auf der Fahrbahn.
- Stadteinwärts teilen sich Rad- und Autoverkehr die Fahrbahn (Mischverkehr).
- Der alte Radweg auf dem Gehweg ist aufgehoben und unkenntlich gemacht. Der Gehweg gehört ganz den Fußgänger*innen.
- Parken auf dem Gehweg ist nicht mehr erlaubt. Trotzdem stehen dort oft Autos; wie ein grüner Streifen den Gehweg freihalten kann, zeigen unsere Fotos.
- 13 neue Fahrradbügel bieten 26 Stellplätze.
- Seit Dezember 2025 gilt Tempo 30, eingeführt aus Lärmschutzgründen.
Diesen Umbau hat die Stadt nach dem Beschluss der Bezirksvertretung von 2023 bei einem Ortstermin, an dem auch wir teilgenommen haben, als schnellen Zwischenschritt zugesagt. Gebaut wurde er im Juli und August 2026, drei Jahre nach dem Beschluss. Die Stadt nennt ihn einen „weiteren Schritt“ zu einer durchgängigen Radverkehrsachse bis zu den Ringen.
Auf der übrigen Strecke
Auf der übrigen Lindenstraße gilt weiter Tempo 50. Von der Roonstraße über die Schaafenstraße, Marsilstein, Im Laach und die Lungengasse bis zum Neumarkt gibt es keine durchgängige sichere Führung für den Rad- und Fußverkehr.
Dabei ist diese Strecke die innerstädtische Fortsetzung des geplanten Radschnellwegs Köln–Frechen, der über die Bachemer Straße in die Stadt führt und weiterhin in Planung ist.
Unser Zielbild: die Einbahnstraßenlösung
Die Bezirksvertretung Innenstadt hat 2023 einstimmig beschlossen, für die Lindenstraße eine Einbahnstraßenlösung für den Autoverkehr als Vorzugsvariante zu planen (AN/0865/2023). Die Vorgaben:
- Autos fahren auf der Lindenstraße nur noch in eine Richtung, die Lützowstraße wird Einbahnstraße in der Gegenrichtung.
- Auf beiden Seiten entstehen 2,50 Meter breite Radspuren.
- Die Gehwege sind ganz frei von parkenden Autos und bekommen Gehwegplatten statt Asphalt.
- Geparkt wird auf einem eigenen Streifen direkt an der Fahrspur, mit Lade- und Lieferzonen und genug Fahrradständern.
- Der Bus fährt in der Gegenrichtung über die Lützowstraße, mit einer Haltestelle in der Nähe des Berufskollegs.
- Mindestens vier neue Bäume werden gepflanzt.
Die Begründung des Beschlusses nennt ausdrücklich die Fortführung des Radschnellwegs Köln–Frechen: Die Lösung soll dem Radverkehr auf diesem ersten Abschnitt Vorrang geben.
Die Einbahnstraßenlösung soll weiterhin kommen. Dafür sind aber noch Abstimmungen mit mehreren Stellen nötig, unter anderem mit den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB). Einen öffentlichen Zeitplan gibt es nicht.
Querschnitt: Variante 1a
Aufteilung der 19,8 Meter breiten Straße, von einer Hauswand zur anderen:
- Gehweg mit Fahrradparken: 4,50 m
- Radfahrstreifen: 2,40 m
- Trennstreifen: 0,50 m
- Fahrbahn für Autos, stadteinwärts: 3,0 m
- Parken und Laden: 2,0 m
- Trennstreifen: 0,50 m
- Radfahrstreifen: 2,40 m
- Gehweg: 4,50 m
Zwischen den beiden Gehwegen bleiben 10,8 Meter für Rad- und Autoverkehr. Die Radfahrstreifen der Variante sind mit 2,40 Metern etwas schmaler als die 2,50 Meter aus dem Beschluss.
Was wir fordern
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Ein verbindlicher Zeitplan
Für die 2023 beschlossene Einbahnstraßenlösung und für die ganze Strecke bis zum Neumarkt: verbindliche Termine, schriftlich in der Bezirksvertretung.
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Tempo 30 auf der ganzen Strecke
Tempo 30 von der Lindenstraße bis zum Neumarkt, dazu Tempo 20 an der engen Bahnunterführung, wie 2021 beschlossen.
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Sichere Wege für alle, in beide Richtungen
Kinder auf dem Schulweg, Ältere mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen: Sie brauchen breite, freie Gehwege. Und der Radverkehr braucht eine eigene, sichere Führung in beide Richtungen. Heute teilen sich stadteinwärts Rad- und Autoverkehr die Fahrbahn, und unter der Bahnunterführung fährt der Radverkehr stadteinwärts weiter über den engen Bürgersteig.
Wer entscheidet
Stand: September 2026
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Bezirksvertretung Innenstadt
19 Mitglieder unter Bezirksbürgermeisterin Julie Cazier. Sie entscheidet über Maßnahmen im Stadtbezirk und hat die Einbahnstraßenlösung beschlossen.
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Dezernat III, Mobilität
Beigeordneter Ascan Egerer. Sein Dezernat plant und baut die Straßen.
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Oberbürgermeister
Torsten Burmester. Er setzt die Prioritäten der Verwaltung.
Neuer Auftrag für die ganze Verbindung
Am 7. Mai 2026 hat die Bezirksvertretung Innenstadt mit AN/0347/2026 Tempo 30 von der Lungengasse bis zur Roonstraße, Schutzstreifen auf der östlichen Lindenstraße und die Wiederaufnahme der Fahrradstraßenplanung zwischen Fleischmengergasse und Ringen beschlossen. Der politische Auftrag liegt vor; jetzt braucht es konkrete Umsetzungstermine.